# Das Spotify-Pitch-Formular ausfüllen

> Feld für Feld durch das Pitch-Formular in Spotify for Artists: was Spotify abfragt und wie du die Angaben so wählst, dass dein Song richtig eingeordnet wird.

Quelle: https://selectedplays.de/spotify-pitch-formular/ · Stand: 2026-10-13

Das Spotify-Pitch-Formular in Spotify for Artists fragt nach Genre, Stimmung, Herkunft und der Story deines Songs. Je genauer du antwortest, desto leichter kann die Redaktion den Song einordnen. Spotify sagt selbst: Mehr Details geben deinem Song eine bessere Chance. Hier gehen wir die Bereiche des Formulars durch und zeigen dir, worauf es jeweils ankommt.

Eine Vorbemerkung: Spotify ändert das Formular gelegentlich. Die Grundidee bleibt aber gleich. Du beschreibst den Song so, dass jemand, der dich nicht kennt, weiß, wo er hingehört.

## Wo du das Formular findest

Du findest das Formular in Spotify for Artists unter „Musik“ und dann „Demnächst“. Dort stehen alle Releases, die dein Vertrieb schon an Spotify geliefert hat und die noch nicht erschienen sind. Du wählst den Song und startest den Pitch.

Taucht dein Release nicht auf, ist er entweder noch nicht geliefert oder nicht deinem Profil zugeordnet. Frag in dem Fall bei deinem Vertrieb nach. Ohne Lieferung gibt es keinen Pitch, und wer zu spät liefert, verpasst die 7-Tage-Frist. Mehr dazu unter [Spotify-Pitch: wie lange vorher](https://selectedplays.de/spotify-pitch-wie-lange-vorher/).

## Der Song: welchen du auswählst

Im ersten Schritt wählst du den Song. Bei einer EP oder einem Album ist es genau einer. Spotify empfiehlt, den Track zu nehmen, der dich am besten repräsentiert.

Denk dabei an zwei Dinge. Erstens an die Redaktion: Welcher Song passt am klarsten zu einem bestehenden Genre oder einer Stimmung? Zweitens an den [Release Radar](https://selectedplays.de/release-radar/): Der gepitchte Song ist der Song, den deine Follower dort bekommen.

## Genre und Sound

Spotify lässt dich bis zu drei Genres auswählen und den Sound beschreiben. Das ist die wichtigste Einordnung im ganzen Formular.

So wählst du gut:

- **Vom Speziellen zum Allgemeinen.** Wenn dein Song klar Drill ist, ist „Drill“ hilfreicher als nur „Hip-Hop“.
- **Ehrlich bleiben.** Wähle nicht ein Genre, weil die Playlists dort größer sind. Ein Song, der nicht passt, fällt beim Hören sofort raus.
- **Mischformen benennen.** Wenn dein Song zwischen zwei Genres liegt, nimm beide und erklär die Mischung im Text.

## Stimmung, Kultur und weitere Tags

Neben dem Genre fragt das Formular nach weiteren Tags. Spotify erwähnt in seiner Hilfe Genre-, Stimmungs- und Kultur-Tags. Diese Tags helfen der Redaktion, deinen Song Playlists zuzuordnen, die nach Situation oder Lebensgefühl gebaut sind, etwa zum Sport, zum Lernen oder für einen Abend mit Freunden.

Wähle die Stimmung nach dem, was der Song tatsächlich auslöst, nicht nach dem Thema des Textes. Ein trauriger Text auf einem tanzbaren Beat ist für eine Playlist oft eher „energiegeladen“ als „traurig“. Wenn das Formular weitere Angaben zum Sound abfragt, etwa zur Instrumentierung oder dazu, ob der Song Gesang hat, fülle sie vollständig aus.

## Herkunft: Heimatort und aktueller Ort

Spotify fragt nach deinem Heimatort und deinem aktuellen Wohnort. Der Grund laut Spotify: Die Redaktion sucht manchmal nach Sounds, die mit einer Region verbunden sind.

Für dich heißt das: Wenn deine Musik etwas mit deiner Stadt oder Region zu tun hat, ist das ein echter Vorteil. Ein Song im Dialekt, ein Sound, der in deiner Szene entstanden ist, eine Stadt, die im Text vorkommt. Schreib es dazu, auch im Beschreibungstext.

## Die Story: das Beschreibungsfeld

Im Beschreibungsfeld erzählst du, worum es im Song geht, was er dir bedeutet und ob du mit anderen zusammengearbeitet hast. Das Feld ist begrenzt, die Zeichengrenze zeigt dir das Formular an.

Ein bewährter Aufbau:

1. Ein Satz zum Sound.
2. Ein bis zwei Sätze zur Story.
3. Ein Satz zu dir oder zu den Beteiligten.
4. Ein Satz zum Plan rund um den Release.

Ausformulierte Beispiele für verschiedene Genres findest du unter [Spotify-Pitch Beispiele](https://selectedplays.de/spotify-pitch-text-beispiele/).

## Marketing und Pläne

Ein guter Pitch zeigt der Redaktion, dass der Song nicht allein steht. Nenn konkrete Dinge, die du wirklich machst: Musikvideo, Live-Termine, eine Social-Media-Serie, eine Pre-Save-Kampagne, Presse in deiner Region.

Wichtig ist Ehrlichkeit. „Große Kampagne geplant“ ohne Inhalt ist schwächer als „Release-Konzert am Freitag, Video am Release-Tag, drei Akustik-Clips in der ersten Woche“.

## Ein ausgefülltes Beispiel

Damit du siehst, wie die Teile zusammenpassen, hier ein komplett ausgefülltes Beispiel für einen fiktiven Song. Artist, Song und Orte sind erfunden.

| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Song | „Nachtbus“ (Single) |
| Genres | House, Deep House, Electronic |
| Stimmung | ruhig, nachdenklich, leicht euphorisch |
| Gesang | kurzes, wiederholtes Vocal-Sample, sonst instrumental |
| Heimatort | Chemnitz |
| Aktueller Ort | Leipzig |
| Story | „Nachtbus“ ist ein House-Track mit warmen Chords und gefiltertem Vocal, gedacht für die Stunde nach dem Club. Ich habe ihn auf dem Heimweg nach einem Set geschrieben. Seit zwei Monaten spiele ich ihn in meinen DJ-Sets in Leipzig. |
| Plan | Live-Mitschnitt aus dem Club am Release-Tag, eigene Playlist für den Heimweg, zwei DJ-Sets in der Release-Woche |

Achte darauf, dass Tags und Text zusammenpassen. Wenn du „ruhig“ als Stimmung wählst und im Text von „Peak-Time-Banger“ schreibst, widersprichst du dir selbst.

## Wenn mehrere Leute am Pitch arbeiten

Bei Bands, Duos oder Artists mit Management haben oft mehrere Personen Zugriff auf Spotify for Artists. Spotify schreibt, dass alle mit Admin- oder Editor-Zugang den Pitch sehen und bearbeiten können. Das ist praktisch, kann aber zu Durcheinander führen.

Legt deshalb fest:

1. **Wer schreibt den Text?** Eine Person formuliert, die anderen lesen gegen.
2. **Wer schickt ab?** Nur eine Person drückt auf „Senden“.
3. **Wo liegt die Endfassung?** Ein gemeinsames Dokument, damit niemand eine alte Version einträgt.
4. **Wer ändert danach?** Am besten niemand. Änderungen sieht die Redaktion laut Spotify nicht garantiert.

## Checkliste vor dem Abschicken

Bevor du auf „Senden“ drückst, geh diese Liste durch:

| Prüfpunkt | Erledigt, wenn … |
|---|---|
| Richtiger Song | Der Song ist der stärkste Einstieg und soll in den Release Radar |
| Genres | Bis zu drei, so spezifisch wie möglich |
| Stimmung und Tags | Nach dem Klang gewählt, nicht nach dem Titel |
| Herkunft | Heimatort und aktueller Ort angegeben |
| Story | Sound, Story, Kontext und Plan in wenigen Sätzen |
| Rechtschreibung | Einmal laut gelesen, Namen richtig geschrieben |
| Frist | Abschicken mindestens 7 Tage vor Release, besser früher |

## Was du nicht ins Formular schreiben solltest

Manche Angaben schaden mehr, als sie nützen:

- **Links und Kontaktdaten.** Die Redaktion hört den Song direkt in Spotify for Artists.
- **Bitten und Druck.** „Bitte nehmt meinen Song“ hilft nicht.
- **Vergleiche mit Superstars**, die nur der Größe wegen gewählt sind.
- **Erfundene Zahlen oder Platzierungen.**
- **Falsche Genres**, um in größere Playlists zu kommen.

## Pitch bearbeiten und label-only

Du kannst deinen Pitch bis zum Release-Tag bearbeiten. Spotify garantiert aber nicht, dass die Redaktion die Änderung noch sieht. Verlass dich also nicht darauf, später nachzubessern.

Wenn du mit einem Label arbeitest, kann das Label den Pitch als „label-only“ markieren. Dann siehst du als Artist die Genre-, Stimmungs- und Kultur-Tags nicht. Das ist kein Fehler, sondern eine Einstellung des Labels. Frag nach, wenn du wissen willst, was eingetragen wurde.

## Nach dem Formular

Mit dem Abschicken ist der wichtigste Teil erledigt. Ob dein Song in einer Playlist landet, siehst du nach dem Release unter „Musik“ und „Playlists“ in Spotify for Artists. Wie du diese Daten liest, erklärt der Ratgeber [Playlist-Erfolg messen](https://selectedplays.de/playlist-erfolg-messen/). Den Gesamtablauf findest du im [Spotify Playlist Pitching](https://selectedplays.de/spotify-playlist-pitching/), und wie redaktionelle Playlists arbeiten, steht unter [Spotify Editorial Playlists](https://selectedplays.de/spotify-editorial-playlists/).

## Häufige Fragen

### Wie viele Genres kann ich im Spotify-Pitch angeben?

Bis zu drei. So steht es auf Spotifys Seite zum Playlisting. Wähle lieber drei passende als drei möglichst breite Genres, damit die Redaktion den Song gezielt einordnen kann.

### Wofür fragt Spotify nach meinem Heimatort?

Weil die Redaktion manchmal nach Sounds sucht, die mit einer Region verbunden sind. Gib deshalb Heimatort und aktuellen Wohnort an, wenn sie für deine Musik eine Rolle spielen.

### Kann ich den Pitch nach dem Abschicken ändern?

Ja, bis zum Release-Tag. Spotify weist aber darauf hin, dass nicht garantiert ist, dass die Redaktion die Änderungen sieht. Fülle das Formular deshalb gleich beim ersten Mal sorgfältig aus.

### Wer kann das Pitch-Formular sehen und bearbeiten?

Alle mit Admin- oder Editor-Zugang zum Artist-Profil. Labels und Lizenzgeber können einen Pitch auch als „label-only“ markieren, dann sind Genre-, Stimmungs- und Kultur-Tags für Artists und Manager ausgeblendet.

### Gibt es eine Zeichengrenze für die Beschreibung?

Das Beschreibungsfeld ist begrenzt, die Grenze zeigt dir das Formular beim Schreiben an. Plane deinen Text so, dass die wichtigsten Infos in den ersten Sätzen stehen.
